Reconnaissance
Interview Mag

 
 

Dr. med. Thomas Barth
Psychiater

 
Burnout - Ich muss mein Leben ändern
 
Das Burnout-Massenphänomen: ein Gespräch mit Dr. med. Thomas Barth, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Verhaltensmedizin und Psychosomatik im Klinikum Chemnitz
 

Der „Burnout“ zählt unzweifelhaft zu den medizinischen Modethemen der zurückliegenden Dekade. In Publikumszeitschriften wie FOCUS, SPIEGEL oder der ZEIT mit Überschriften wie „Die Burnout-Gesellschaft“ oder „Generation Burnout“, „Massenleiden Burnout“ und „Burnout etc.“ wurde die Thematik bis zur Persiflage „Noch jemand ohne Burnout?“ als Abverkaufsthema in die Breite gezogen. Die wirklichen Hintergründe verwischten mit einer solchen journalistischen Sicht. Betroffene geraten in eine Begründungsspirale, die ihnen indirekt von den Nichtbetroffenen aufgezwungen wird. „Jemand, der nicht überlastet ist, macht einen Job, den auch andere erledigen können“, lästert Martin Suter in seiner glänzenden Geschichtensammlung Business Class.

Wir unterhielten uns mit Dr. med. Thomas Barth, Chefarzt unserer Klinik für Psychiatrie, Verhaltensmedizin und Psychosomatik im Klinikum Chemnitz, über den Themenkomplex „Burnout“, seine Ursprünge, Hintergründe, Irrtümer und sinnvolle Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene.

Halten Sie diese mediale Entwicklung, die den Burnout feiert, ironisiert und zur unvermeidbaren Massenerscheinung macht, aus Sicht des Psychiaters für riskant?

Diese Entwicklung hat für meine Begriffe zwei Seiten, eine riskante, weil Burnout eben keine Krankheit ist, sondern eher ein Risikozustand und eine positive. Wenn man „den Burnout“ zu sehr als „Krankheit“ breiter Bevölkerungsgruppen verkauft oder als ubiquitär vorhanden ansieht, dann entwickelt sich zum einen das Risiko, dass betroffene Menschen zu einem falschen Selbstbild kommen und vorschnelle „Erklärungen“ für ihre Lage gefunden zu haben glauben (diese aber scheinbar nicht ändern können) und andererseits die Thematik bald nicht mehr ernst genommen wird. Die positive Seite ist, dass über ein psychiatrisches bzw. psychosomatisches Thema in der Breite gesprochen und geschrieben wird und so ein Podium für die zunehmend wichtige Gruppe der seelischen Krankheiten entsteht, die noch immer in der Gesellschaft ausgeblendet werden. Im Ganzen erscheint die mediale „Vermarktung“ mit ihren groben Verkürzungen aber eher gefährlich. Seriöse Psychiater lehnen das eindeutig ab.

Wie bewerten Sie als Psychiater mit langer klinischer Erfahrung den angeblich massiven Anstieg von psychischen Erkrankungen, die unter dem Schlagwort „Burnout“ zusammengefasst werden?

Die Zunahme psychischer Störungen ist schon real, wobei wir zwischen klassischen Psychosen, wie bipolaren Störungen oder Schizophrenie, also psychischen Erkrankungen, die auch eine genetische Komponente haben, und psychoreaktiven Störungen unterscheiden müssen. Die erstgenannten sind sicher nicht so stark angestiegen. Was aber zugenommen hat, sind die eher psychosozial zu erklärenden Störungsbilder und Folgezustände externer, umweltbedingter Belastungsfaktoren, wobei Persönlichkeitsstörungen und Suchterkrankungen auf dem Vormarsch sind, aber auch Angst- und Zwangsstörungen, Essstörungen und durchaus auch arbeitsbedingte Stresserkrankungen, die alle eine starke gesellschaftliche Komponente aufweisen. Aus ganz anderen Gründen angestiegen sind die organisch bedingten psychischen Erkrankungen wie Demenz und Gehirnerkrankungen. Allein weil die Menschen immer älter werden und heute mit der Demenz auch ein Krankheitsbild erleben, was den meisten früher, aufgrund der deutlich geringeren Lebenserwartung, erspart blieb. Bei den jüngeren Menschen kommt
psychosozialen Stresserkrankungen allgemein eine stärkere Rolle zu, aber auch deren bessere Nachweisbarkeit und die verstärkte Sensibilität in der Gesellschaft rückt diese heute eher ins Blickfeld, was durchaus positiv zu bewerten ist. Dass Stressfaktoren im modernen Kapitalismus, gerade in der Arbeitswelt, unter den Bedingungen der Entfremdung von der Produktion, zunehmender Globalisierung und Vereinzelung der Mitarbeiter zunehmen, kann man nur schwer bestreiten. Dazu kommen aber auch die nicht beruflich veranlassten Folgen des Dauergebrauchs moderner Kommunikationsmittel bis hin zum Missbrauch. Die reale und gelegentlich noch mehr die „gefühlte“ Arbeitsverdichtung spielt eine wichtige Rolle. Ein Teil des Anstiegs psychischer Erkrankungen liegt letztlich auch in der eigenen Wahrnehmung und dass man sich heute eher dazu bekennt – egal aus welchen Gründen und Motiven. Es stellt durchaus etwas Positives dar, wenn ein Mensch einräumen kann, dass er sich an einer psychischen Grenze befindet und Hilfe benötigt – noch vor 20 Jahren wollte das kaum einer akzeptieren, weil es gesellschaftlich ein Makel war.

In aktuellen Studien findet sich die Aussage, so von der Psychologischen Fakultät der Hochschule Berlin oder im "DAK-Gesundheitsreport", dass psychische Störungen seit Jahrzehnten in der Bevölkerung nahezu gleich verbreitet seien, zumindest wären sie aber kein Massenphänomen. Den relativen Anstieg führt man darauf zurück, dass viele Arbeitnehmer heute mit einem psychischen Leiden krankgeschrieben werden, während sie früher mit Diagnosen wie chronische Rückenschmerzen oder Magenbeschwerden arbeitsunfähig gewesen seien. Teilen Sie diese Ansicht?

Nein. Schon, weil man das Argument genauso gut umkehren kann, also: Alle Rückenbeschwerden waren nur die „Maske“ für eine psychische Störung. Ich denke, dass der hier beschriebene scheinbare Konflikt sich nicht allein aus diagnostischen Gewohnheiten erklärt, aber richtigerweise den grundsätzlichen und seit Jahrzehnten bekannten Zusammenhang psychischer Störungen mit körperlichen Syndromen aufgreift, was heute tatsächlich eher differenziert wird. Auch wenn ich nicht von einem „Massenphänomen“ sprechen würde, nehmen absolut psychosomatische Erkrankungen und deren Wahrnehmung zu. Gerade die heute eher akzeptierten psychischen Anteile bieten, wenn konsequent diagnostiziert, die Chance einer frühzeitigen und adäquaten Therapie, was spätere negative Folgen für den einzelnen Betroffenen und die Gesellschaft mindert. Natürlich ist es heute leichter, mit einer psychiatrischen Diagnose krank zu sein als früher, wo es noch als erheblicher Makel gegenüber anderen Krankheiten - fast ein Stigma - galt, sich zu seelischen „Schwächen“ zu bekennen. Genau hier liegen durchaus auch Therapieansätze, da auf „pseudo-somatische“ Krankheitsmodelle verzichtet werden kann, Patienten unnötige Untersuchungen und Operationen erspart bleiben. Unbestritten ist, ebenfalls aus großen Bevölkerungsstudien und Erhebungen der Krankenkassen, dass psychische Störungen und Erkrankungen in der Liste der Begründungen für länger dauernde Arbeitsunfähigkeit und vorzeitige Berentung, also die sogenannte "EU-Rente", auf dem Vormarsch sind und damit die Gesellschaft inzwischen stark belasten. Hier beim Einzelnen eine stärkere Motivation zur Wahrnehmung adäquater Psychotherapien zu entwickeln, bleibt eine der vordringlichen Aufgaben der modernen psychosomatisch orientierten Medizin.

Der Begriff „Burnout“ sei angeblich erstmals vom englischen Schriftsteller Graham Greene geprägt worden, der seinen Aussteigerroman mit A Burnt-Out Case überschrieben hatte. Das war 1960, die in den 80er Jahren erschienene DDR-Lizenzausgabe trug auch den Titel Ein ausgebrannter Fall. Der Plot des Buches war freilich anders gelagert als der zeitgenössische Burnout: Im Roman ist der „ausgebrannte“ Stararchitekt, geplagt von Selbstzweifeln sowie Ekel und Überdruss gegenüber der westlichen Gesellschaft, ins abgelegene Afrika geflüchtet, um in einfachen Projekten einen Sinn zu finden. Wann hatten Sie mit diesem Begriff das erste Mal als Arzt zu tun?

Es gibt diese Greene-Theorie, der Begriff wäre also über 50 Jahre alt. Ich selbst habe die DDR-Ausgabe als Jugendlicher Anfang der 80er Jahre gelesen, wie die meisten anderen Bücher von Graham Greene, allerdings ohne Bezug zum medizinischen Begriff. Als Mediziner tauchte für mich der „Burnout“-Begriff in der Fachliteratur Anfang der 90er Jahre auf. Man hatte den Begriff „Burnout“ auch vorher schon mal gehört, aber im Grunde nicht weiter reflektiert, zum einen, weil der umfassendere Zugang zu „westlichen“ Begriffen in den 80er Jahren politisch wenig erwünscht und möglich war - wer konnte denn im Sozialismus „ausgebrannt“ sein? - und zum anderen, weil die Idee einer Arbeitsüberlastung in der Breite der Bevölkerung auch tatsächlich eher nicht zur realsozialistischen Alltagserfahrung zu passen schien. Auch im Kollegengespräch hat der Begriff nach meiner Erinnerung lange keine Rolle gespielt, auch wenn der Psychotherapeut Herbert Freudenberger bereits 1974 „Burnout“ letztlich am eigenen Beispiel als Folge sozialen Überengagements in Heilberufen das erste Mal beschrieben hat, nachdem er selbst sich als Therapeut verausgabt hatte. Er habe gemerkt, dass er in seiner Arbeit zunehmend erschöpfter gewesen sei, zynischer und nicht mehr seinen Idealen folgen konnte, irgendwann auch in der Leistungsfähigkeit abbaute.

Längst kursieren auch alternative, durchaus provokative Theorien zum Burnout-Hype: So werde eine Überlastung im Job als das authentische Symptom für Unersetzlichkeit im Job betrachtet, die eben dann Folgen zeitigt. Warum verschweigen wir oft, dass ein schlechter psychischer Zustand sehr rationale Ursachen wie allgemeine Unzufriedenheit oder Probleme im Privatleben hat?

Positiv an der Eigendiagnose „Burnout“ ist ja, dass der Patient sagt: „Ich habe ein psychisches Problem und brauche professionelle Hilfe“. Das kann auch eine versteckte psychische Erkrankung sein, die ich eben für mich mit dem Begriff Burnout konnotiere. Problematisch ist die Verkürzung in der Darstellung der Ursachen. So wird schließlich ein komplexes Problem auf einen Modebegriff reduziert, was viele wichtige Facetten auslässt. Scheinbar weiß ja auch jeder, was ein Burnout ist, in der Wirklichkeit wissen es die meisten aber nicht. So kommt es zu einer vorzeitigen, scheinbar „klaren“, oft eher einseitigen Schuldzuweisung: Es ist die „böse“ Umwelt, der rücksichtslose Arbeitgeber, der streitsüchtige Mitmensch. Genau darin liegt die Gefahr. Hinter vielen psychischen Zuständen und Krankheiten, wie zum Beispiel einer Depression, verbirgt sich ein ganzes, eigenes Leben, nicht zuletzt auch Privatleben. Ob das der Ehepartner ist, der Stress mit den Kindern, eine Affäre, Geldprobleme, Konflikte, nicht realisierte Lebensziele, eine allgemeine Unzufriedenheit mit der eigenen Lebenssituation, diese meine Situation als Burnout zu bezeichnen, wird mir nicht helfen. Vorschnelle Schuldzuweisungen sind im Psychischen meist Abwehrphänomene gegen schwer Erträgliches. Und selbst wenn mein Arbeitgeber „schuld“ ist, was nützt es mir? Und wenn es sich um eine eigenständige Stö- rung von Krankheitswert handelt, nützen mir weder eine mehrwöchige Auszeit, noch allgemeine Beratungsgespräche im Betrieb und selbst eine Kur bleibt meist zu unspezifisch. Da brauche ich jemanden, der eine klare Diagnose stellt, mich ambulant oder in der Klinik kompetent behandelt und mit mir gemeinsam nach möglichen Ursachen und Hintergründen sucht. Das Einzelschicksal zählt und muss betrachtet werden, nicht ein massenhaft gebrauchter Begriff, den ich mir anziehe.

Der Außenstehende sieht oft diese Tatsache: Viele Menschen leiden in Wirklichkeit an ihrem engsten familiären Umfeld.

Generell ist es schon so, dass es für den Betroffenen schwieriger ist, Ursachen für psychische Probleme im Privatleben zu suchen. Dort bin ich emotional viel näher dran und müsste mich gegebenenfalls persönlichen Tabuthemen stellen und vielleicht Entscheidungen treffen, die dann in meiner Verantwortung liegen. „Ich muss mich oder etwas ändern“ oder „Ich muss mich trennen“. Das kann sehr schmerzhaft sein, viel mehr noch, wenn ich mich selbst als Problem erlebe. Und in Bezug auf das Thema „Schuldzuweisung“ ist es meist bequemer, auf den anderen einzuschlagen.

Unser Privatleben kann folglich genauso der Auslöser für einen Burnout sein wie der Job.

Wir diagnostizieren und behandeln in der Psychiatrie auch sogenannte „Anpassungsstörungen“, Zustände, wo man konfliktbedingt ängstlich reagiert, nicht mehr schlafen und essen kann, wo die Stimmung sinkt. Diese Diagnosenummer, die F43.2, stellt im Grunde ebenfalls einen „psychiatrischen Suppentopf“ dar. Der Begriff der Anpassungsstörung erscheint, im Gegensatz zum Burnout-Begriff, aber hilfreich, wenn erkennbar externe Faktoren der Hauptauslöser für psychische Störungen von Krankheitswert sind, weil Patienten aus ihrem Lebensprogramm gerissen sind. Der begriffliche Vorteil besteht zunächst darin, dass Ursachen offen bleiben können, was ein gemeinsames „Suchen“ ermöglicht. Umgekehrt ist es nicht selten, dass Menschen den Begriff Burnout für sich in Anspruch nehmen, die nie „gebrannt“ haben. Hierfür hat sich inzwischen die ironische Ableitung eines anderen Modebegriffs, den „Boreout“, entwickelt, wenn man sich zu Tode langweilt … In der wissenschaftlichen Psychiatrie erachtet man es heute für sinnvoll, zunächst eine syndromatologische Betrachtung zu bevorzugen, um zu sehen, was „überhaupt anders ist“, Begriffe und Beschreibungen für einen veränderten Seelenzustand zu finden. Hintergründe und mögliche Ursachen spielen erst in zweiter oder gar dritter Linie eine Rolle. Burnout oder Boreout definieren quasi sofort eine Schuldzuweisung, die leider häufig eine Sackgasse ist: einer ist schuld und alles was mir jetzt passiert, ist dessen Schuld, privat oder beruflich: „Wenn mein Arbeitgeber nun mal so fies zu mir ist, kann ich ja nichts machen!“ Wer sich auf eine solche Position „zurückzieht“, beraubt sich jeder Handlungsalternative. Rückzug heißt letztlich Passivität und führt zu dem Gefühl, dass ich krankgeschrieben werden muss und subjektiv „ausgeliefert“ bin, denn „der oder die Andere“ werden sich wohl nicht ändern.

Burnout wird in bestimmten Branchen längst als alltägliches Schlagwort gebraucht, aber zum Beispiel auf Baustellen oder in Gießereien, wo auch in der westlichen Gesellschaft noch eine sehr harte körperliche Arbeit die tägliche Realität ist, wird das wohl eher selten verwendet. Täuscht dieser Eindruck?

Ich denke schon, dass der Begriff dort seltener verwendet wird. Freudenberger hat Burnout als beruflich bedingten Stressfolgezustand gesehen, aber eher im seelischen, nicht körperlichen Sinne. Stress entsteht häufig aus einem Missverhältnis von Erwartung und Realität. Wenn ich von meinem Chef unrealistische Vorgaben bekomme, kann das auch in Jobs passieren, die körperlich anstrengend sind, aber dort ist eben sehr viel schneller klar, was zu schaffen ist und was nicht: Schaffe ich zum Beispiel in der Stanzerei in einer Stunde 50 Teile oder 100? Zudem begrenzen auch die Maschinen viele Tätigkeitsprozesse quantitativ. Wenn ich den unzufriedenen, ständig nörgelnden Chef oder die nervende Chefin bei vordergründig nicht so klar abrechenbaren Jobs im Rücken habe, stehe ich schnell mit dem Rücken zur Wand. In Berufen, wo ich Arbeitsergebnisse weniger gut nachmessen kann, kommt eher ein Zustand „erlebter Hilflosigkeit“, eines der psychologischen Modelle für die Entstehung einer Depression. Wenn dann noch die eigenen Erwartungen an mich selbst zu hoch sind, weil ich mir schon selbst bestimmte Aufgaben auferlege, kann das auch „ein innerer Chef“ sein, der mich quält. Wenn ich das nicht reflektiere, besteht die Gefahr, dass das ein Dauerproblem ohne Lösung für mich wird, die Symptome immer weiter zunehmen. Hier lässt sich auch das Gesundheitswesen nicht ausnehmen.

Burnout-Betroffene können faktisch alles verlieren. Welche Therapiemöglichkeiten bleiben den Psychiatern und den Psychologen in der klinischen Betreuung, diesen Fall ins Bodenlose aufzuhalten?

Maßgeblich ist zunächst eine saubere Diagnose: Wir müssen weg vom Burnout-Begriff. Burnout ist keine „richtige“ Diagnose, sondern eine sogenannte „Z-Diagnose“, also eine Zusatzdiagnose. Diese werden faktisch nur benutzt, wenn man keine andere Diagnose gefunden hat, um die Inanspruchnahme medizinischer Hilfe zu legitimieren oder auch Begleitphänomene für eine korrekte Krankheitsdiagnose zu kennzeichnen. Die meisten Patienten, die ein „Burnout“ erleben, haben aber durchaus eine „richtige“ Diagnose, zum Beispiel eine Depression. Und die ist dann eben oft schwerwiegender, als es mit dem Burnout-Zustand beschrieben werden kann. Burnout wird als Triade aus subjektiver Überforderung, zunehmender Abstumpfung, verbunden mit immer stärkerem Sarkasmus als Reaktion und letzten Endes einer Leistungsminderung definiert. Sehr viel genauer ist die klinische Beschreibung auch in aktuellen diagnostischen Manualen nicht möglich, obwohl man viele Fragebögen entwickelt hat und inzwischen 130 Symptome, die angeblich zum Burnout gehören, vermutet wurden. Leider finden sich keine klaren Abgrenzungen zu vielen anderen Erkrankungen. Gerade weil es sich in der bisherigen Form eben nicht um eine eigenständige Erkrankung handelt, ist eine professionelle Diagnose durch den Facharzt, also dem Psychiater, wichtig. Internetbasierte Selbstdiagnosen helfen in der Regel nicht weiter.

Jeder Mensch kann - entgegen eines weit verbreiteten Irrtums - Patient der Psychiatrie werden. Doch der Burnout, wie er durch Zeitschriften und Fernsehen aus kommerziellen Motiven abgehandelt wird, ist manchmal vielleicht auch eine Folge fehlenden Sinns im Leben, für Erwerbstätige folglich auch im Berufsleben. Anders als zum Beispiel in islamisch geprägten Gesellschaften spielt die Frage des Sinns im Leben für viele Menschen in der westlich geprägten Gesellschaft überhaupt keine Rolle mehr im Alltag. Man macht und erledigt die Dinge, so wie sie sind und immer waren. Halten Sie dieses Verschwinden des Sinns für einen möglichen Auslöser?

Auf jeden Fall. Das ist auch eine Problematik, die wir bei der Behandlung vieler anderer psychiatrischer Erkrankungen in der Klinik beobachten. Das Phänomen ist zunächst ein gesellschaftliches. Leider haben wir heute aber auch in der Klinik nur wenige Möglichkeiten, chronisch kranke Patienten sinnvoll zu beschäftigen und dauerhaft zu integrieren, dem Leben also einen neuen Sinn zu geben. Dabei bieten wir eine Vielzahl von Therapien für akut erkrankte Patienten, die auch helfen, so Psycho-, Ergo-, Musik-, Sport-, Entspannungs-, tiergestützte Therapien und vieles andere. Nur für chronisch kranke Patienten, die also immer wieder kommen müssen, haben wir keine ausreichenden arbeitstherapeutischen und alltagsbezogenen Bereiche, nur wenige Tätigkeiten, die alltagspraktisch und real sind und die von den Betroffenen auch als hilfreich akzeptiert werden, zum Beispiel das Austeilen der Mahlzeiten, Laub zusammenfegen, Transporte sind in Grenzen möglich. Nun sind aufgrund der Rückzugstendenzen und partiellen Kompetenzdefizite aber gerade solche Tätigkeiten für schwerkranke Patienten enorm wichtig und Sinn stiftend. Leider wird heute im modernen Krankenhaus alles geliefert und über Firmen erledigt, ist „Service“ seit der Wende nur „professionell“ zulässig. Gesetze und Vorschriften, mitunter auch diffuse Ängste, verkomplizieren das Leben und die Therapie dieser Patienten. Auch gut gemeinte Arbeitnehmerrechte gehören dazu. Allein der Vorwurf, „Arbeitnehmer“ durch Patienten zu ersetzen, blockiert manchen sinnvollen Therapieansatz. Dabei ist das, mit Verlaub, wirklich „eine verrückte Idee“. Um dies nicht nur zu beklagen, engagieren sich erfreulich viele unserer Kollegen und Mitarbeiter auf dem Bauernhof unserer Klinik in Rossau-Dreiwerden, einer Schenkung einer Bauernfamilie mit einer schwer psychisch kranken Tochter. Dort haben wir nun wieder einen Platz, wo wir versuchen, schwerkranken Patienten einen Ort zum Leben, Wohnen und Arbeiten zu schaffen, wo Lebenssinn aus sinnvollen Tätigkeiten entstehen kann. Und dazu gehören moderne medizinische Versorgung, qualifiziertes Personal und psychologische Betreuung genauso wie Hasen, Hühner und die gemeinsame Gestaltung des Alltags durch alle dort lebenden Patienten und Mitarbeiter. Das weitet nicht zuletzt auch unseren Blick für das wirklich Wesentliche im Leben, abseits von Smartphones, Videospielen und Musikfernsehen.

Ich komme noch mal darauf zurück: Der Sinn spielt im Westen keine Rolle, und viele können ihn auch schwerlich finden, weil unser Denken, nicht zuletzt durch Angebote im Fernsehen und im Internet oder einem tristen Alltag, eindimensional ausgerichtet wird.

Ich weiß nicht, ob das Finden eines Sinns im Leben wirklich schwieriger geworden ist. Wenn jemand es wirklich will und durch Elternhaus und Schule darauf vorbereitet worden ist, findet man auch und gerade heute viele Möglichkeiten, seinem Leben einen Sinn zu geben, doch dazu muss man natürlich nachdenken, sich selbst und sein Handeln reflektieren, Ziele formulieren und verfolgen. Das ist Menschen wohl nie ganz leicht gefallen. Leider wird die Frage nach dem Sinn auch in unserer modernen Gesellschaft mit all ihren Möglichkeiten zu selten gestellt, verlieren wir uns in Einzelheiten und Ersatzhandlungen, weil die Dinge, die ich zum Überleben brauche, geklärt sind, selbst für jene, die keinen Job haben oder dauerhaft in Sozialleistungssystemen leben. Die Sinnfrage in unserer Gesellschaft wird viel zu oft auch durch Suchtverhalten ersetzt: die Abhängigkeit von Substanzen oder auch nicht-stoffgebundene Abhängigkeiten wie stundenlanges Fernsehen, Rückzug ins Internet oder endloses Musikhören. Und dass man, wenn der reale Lebenssinn verloren geht, psychisch anfälliger wird, auch wenn man das zunächst gar nicht bemerkt, ist inzwischen gut untersucht.

Als Psychiater müssten sie der „Seelenindustrie“, von der alles Mögliche gegen und für die Überwindung eines Burnout angeboten wird, skeptisch gegenüberstehen. Hotelketten, Heilpraktiker, Pseudotherapeuten bis hin zu Schwindlern bieten heute Hilfe bei Burnout an. Wie bewerten Sie diese nichtmedizinischen Offerten?

Tja, das ist schwierig. Ich persönlich halte nicht viel davon. Sehr oft wird bei solchen Angeboten mit einer Mischung aus gesundem Menschenverstand und einer großen Portion Geschäftstüchtigkeit den Leuten, die nicht selten fundierte Hilfe brauchen, Geld aus der Tasche gezogen. Wenn relativ stabile und gesunde Menschen sich für viel Geld auf einen, nicht selten exotischen, Selbstfindungstrip begeben, dann ist das ihre Entscheidung. Wenn aber Scharlatane Erkrankten ihre letzten Reserven abnehmen, sehe ich das sehr kritisch und würde mir gelegentlich durch den Gesetzgeber auch mehr Schutz für die Betroffenen wünschen.

Die Antistressreise nach Sri Lanka oder der Entspannungskurs zur Mitternachtssonne in Finnland, was bringen die?

Aus meiner Sicht ist das zunächst ein gutes Geschäft für die Ausrichter, bringt aber psychisch bedürftigen Betroffenen nicht wirklich etwas. Häufig sind solche Reisen und Events, vor allem hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses, pseudointellektueller Humbug. Seriöse Therapie ist hierzulande billiger zu bekommen, aber natürlich ohne exotisches Flair. Wer derartige Angebote als interessante Urlaubstour betrachtet, ist sicher gut bedient, anhaltende therapeutische Effekte darf man eher nicht erwarten. Gerade auch auf dem Gebiet der psychologischen Therapien wird deutlich, dass Menschen oft spürbar teuren, weil selbstbezahlten Angeboten einen höheren Wert zumessen, als scheinbar preiswerten, deren Rechnung ich nie sehe. So wird der 5.000-Euro-Aufenthalt zu Lasten der Krankenkasse in einer Versorgungsklinik ganz anders beurteilt als Yoga-Kurs und Heilfasten auf einem mondänen Kreuzfahrtschiff auf der privaten 5.000-Euro-Tour. Derjenige, der als Patient der Hilfe bedarf, wird diese in der Regel vom fundiert ausgebildeten Arzt und Therapeuten erhalten und letztlich die Wirkung auch spüren. Für den subjektiv gestressten psychisch Gesunden spricht natürlich auch nichts gegen einen esoterischen Urlaub, wenn die Angebote den subjektiven Erwartungen entsprechen. Mir muss dabei aber der Unterschied zwischen Therapie und Wellness klar sein.

 

 
Dr. med. Thomas Barth, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Verhaltensmedizin und Psychosomatik des Klinikums Chemnitz. Foto: Kreißig
 
 

Modediagnosen waren oft ein Problem für die Medizin, insbesondere dann, wenn der Patient Motive hat, die Diagnose selbst zu tätigen. Wie gehen Sie damit um und wo liegt die Gefahr?

Eine Selbstdiagnose werde ich zunächst ganz sachlich mit dem Patienten besprechen und dabei versuchen, auch meine Sicht der Dinge zu vermitteln. Anfangs kann es durchaus sinnvoll sein, dem Patienten seine, auch fachlich suboptimalen Hypothesen zu lassen, Vertrauen und eine Beziehung aufzubauen, dabei meine diagnostischen Überlegungen anzustellen. Im Verlauf ist es dann zunehmend wichtig, Überzeugungen zu hinterfragen, Veränderungsmotivation zu wecken, gemeinsam therapeutische Ziele zu formulieren, ihm auch bewusst zu machen, was er trotz seiner Beschwerden noch kann. Nicht wenige Patienten fokussieren vor allem darauf, was alles nicht geht. Auch eine leicht direktive Art des Umgangs mit eingefahrenen Ängsten und blockierenden Überzeugungen kann hilfreich sein: „Ich kann natürlich den ganzen Tag im Bett liegen und jammern, wie schlecht es mir geht, allein, es wird sich nichts ändern…“ Dies ist nicht selten der Anstoß zu einer Veränderung. Natürlich kann ein bestimmter Patiententyp aus der Selbstdiagnose auch einen sehr individuellen und praktischen Nutzen ziehen, bewusst oder unbewusst. Früher nannte man das „Rentenneurose“. Auch die Selbstdiagnose „Burnout“ ist unter Umständen in diese Richtung zu „missbrauchen“. Wer diesen Weg geht, setzt längerfristig sein Selbstwertgefühl aufsSpiel, lebt unnötigerweise das Leben eines Behinderten, wie köstlich in Molières Stück „Der eingebildete Kranke“ beschrieben. Therapeutisch wichtig ist es, zu einem Punkt zu kommen, der mir ermöglicht, mich wieder ins Leben „zurückzukämpfen“. Das ist langfristig auch für jeden „Burnout-Patienten“ besser, Rente hin oder her.

In den 80er Jahren entwickelte sich eine starke Tradition der Patientenliteratur, man denke an „Zwei Frauen“ von Diana Beate Hellmann, die auch publizistischen Maßstäben standhalten und Betroffenen helfen kann. Unangenehme BurnoutSelbstvermarktung wie Miriam Meckel mit dem Büchlein „Brief an mein Leben: Erfahrungen mit einem Burnout“, die ihre Erkrankung aus einer Luxusperspektive berichtet, stiftet bei den wirklich Betroffenen vielleicht eher Verwirrung. Raten Sie Patienten zur Lektüre von Patientenliteratur oder raten Sie eher ab?

Das ist im Grunde wie mit dem Internet und berührt das gesamte Kommunikationsthema, das auf der einen Seite immer größer wird und auf der anderen Seite immer kleiner, weil man sich nicht mehr unterhält, sondern eine SMS schickt oder einen Facebook-Eintrag macht. Patientenliteratur kann hilfreich sein, um sich ein Bild zu machen oder auch einen Zugang zu einem eigenen Problem zu finden, wenn man das wertfrei und mit einer gewissen Distanz liest. Aber man sollte es nicht 1:1 auf sich selbst übertragen, gerade dann, wenn der Verdacht besteht, dass „Celebrities“ versuchen, sich durch Bücher oder Filme ins Rampenlicht zu setzen. Nicht selten hat Kunst auch narzisstische Motive: Man schreibt ja nicht, weil man unentdeckt bleiben will. Das ist natürlich auch in Ordnung, sollte aber gerade bei sogenannten Patientenliteratur eine gewisse Skepsis wach halten.

„In Bangladesh hat niemand die Zeit und das Geld für eine Depression“, meinte der Schiffsabwracker Rahman aus Bangladesh zu einem Westjournalisten auf Nachfrage über seinen deprimierenden Beruf sarkastisch. Sind Depressionen und der damit oft verknüpfte Burnout eher ein Problem der Wohlstandsgesellschaft?

Da würde ich einen Unterschied machen. Auch Depression ist im Grunde kein optimaler medizinischer Begriff, weil er eben heutzutage sehr breit verwendet wird. Es gibt natürlich auch in armen Ländern wie Bangladesh Menschen mit behandlungsbedürftigen Depressionen, aber dort behandelt sie einfach keiner. Die Menschen sterben dann unter Umständen an den Folgen oder verelenden. Aber was in dieser kritischen Aussage auch drinsteckt ist die Tatsache, dass man sich manche Formen der leichten Depression oder depressiven Reaktion auf das normale Leben oder einen Burnout auch leisten können muss. Das ist dann sicher tatsächlich ein Problem der westlichen Gesellschaft, in armen Ländern und in Kriegs- und Krisenzeiten findet man diese Themen kaum, weil dann kein Mensch Zeit, Mittel und Geduld dafür hat. Allerdings können solche Überlegungen durchaus einen sinnvollen Platz in modernen westlichen Therapiestunden finden.

Was ist eigentlich aus dem guten alten Nervenzusammenbruch geworden, der zu DDRZeiten weit verbreitet war oder sich in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in Biographien häufig findet?

Der Nervenzusammenbruch war ein kurzzeitiger Ausnahmezustand mit hochgradiger Erregung, emotionaler Entgleisung, Hyperventilation und anderen demonstrativen Verhaltensauffälligkeiten, oft als Reaktion auf eine Konfliktsituation, ausgelöst auf Arbeit, durch den Partner oder andere Stressfaktoren. Davon erholte man sich meist von selbst. In gewisser Weise war der Nervenzusammenbruch eine ähnlich unscharfe Bezeichnung für eine kurzfristig wirksame seelische Ausnahmesituation wie es der Burnout-Begriff heute für längerfristige psychische Symptome ist, er war allerdings meiner Kenntnis nach überhaupt nicht definiert, wurde eher populärwissenschaftlich verwendet. Da man damals psychische Störungen insgesamt weniger zur Kenntnis genommen hat, kam eine psychiatrische Behandlung nur im Extremfall zustande. Der Begriff wird heute in der Psychiatrie überhaupt nicht mehr verwendet und ist wohl auch deshalb aus dem Alltag verschwunden.

"Facebook-Posts", "Twitter-Tweets" und AppQuark sind nicht das reale Leben und werden es nie sein. Wie können Menschen lernen, dass echte soziale Kontakte, die einem vor vielem Ungemach und so vielleicht auch vor einem Burnout bewahren können, für den Menschen das Wichtigste sind?

Natürlich kann und sollte man das zunächst im Elternhaus, zum Teil auch in der Schule, lernen. Der Nachteil für heutige Jugendliche ist derselbe wie in allen früheren Generationen: da in dieser Altersgruppe vieles über die sogenannte Peer-Group, also sozial ähnliche Jugendliche, vorgegeben wird, glauben viele, dass man den Umgang mit modernen Medien in allen Facetten nachahmen muss. Eine bewusste Distanzierung hat schon immer Kraft und Stehvermögen gekostet, wollte man nicht ins soziale Abseits geraten. Und gänzlich zu verhindern sind solche Wirkungen sicher ohnehin nicht. Wichtig ist letztlich die Erkenntnis, dass die Erhaltung und Pflege realer sozialer Kontakte für jeden Menschen, quer durch alle Altersschichten wichtig ist, wirkliche Beziehungen nicht ersetzbar sind. Technik hilft bei der Bewältigung sozialer Ängste bekanntermaßen nicht weiter, da sie die sozialen Kompetenzdefizite bei Gefährdeten eher verstärkt. Doch diese Einsicht muss, auch in der Facebook-Generation, erst einmal reifen… Und natürlich gilt noch immer: Wenn ich mich sympathisch und selbstsicher fühlen kann, wird mir das Knüpfen von Beziehungen leichter fallen. Und das kann ich nur in der Praxis erfahren und üben. Mit Geld oder Status und dem neuesten Smartphone hat das nicht so viel zu tun.

Nach dem Burnout ist vor dem Burnout, heißt es lapidar wie sarkastisch. Wie hoch ist aus Ihrer Sicht die Rückfallrate?

Wenn ich meinen „ersten Burnout“ - ich nehme das jetzt mal als Bezeichnung für eine Krankheit, die mich am Leben und an der Arbeit hindert - ernst nehme und mir professionelle Hilfe beim Psychiater oder Psychologen suche, ist die Gefahr des Rückfalls aus verschiedenen Gründen deutlich geringer. Es kann sein, dass sich eine andere Diagnose ergibt, und darauf lässt sich medizinisch reagieren. Wenn ich dann über die Diagnostik meinen „Burnout“ letztlich wirklich als arbeitsplatzbedingtes Stresssyndrom definiere, lässt sich dann auch darauf reagieren. Durch eine adäquate Therapie und durch einen zunehmend qualifizierten Umgang damit kann ich selbst diesen Zustand eingrenzen und ihn schließlich ein für allemal loswerden. Wenn ich das Problem und die psychosomatischen Beschwerden aber vor mir herschiebe, werde ich dazu beitragen, dass meine seelischen Störungen letzten Endes chronifizieren, aber nicht als Burnout, sondern vielleicht als schwere Depression oder Angststörung oder ich versuche eine „Selbstmedikation“ mit Alkohol oder anderen Substanzen, dann ist die handfeste Suchterkrankung nicht weit weg. Da ist die Spielbreite sehr groß. Und es hängt davon ab, was ich für Voraussetzungen mitbringe, als Persönlichkeit, durch soziale Unterstützung und vieles andere. In diesem Punkt ist eine pauschale Aussage nicht möglich.

Das heißt dann wohl: Ich muss mein Leben ändern.

Ja, das ist so. Aber unabhängig davon: Sollten wir nicht alle unser Leben hin und wieder hinterfragen und kleinere oder auch größere Korrekturen vornehmen? Auch mein „Burnout“ ist kein Lebensschicksal, egal, wie ich den Begriff definiere.

Gespräch: Uwe Kreißig

 

 

© 2013 Interview Mag Uwe Kreißig