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Besser rollt's nicht mehr

 

Mit den Deutschen Meisterschaften im Straßenradsport vom 23. bis zum 25. Juni 2017 kam das Radfieber nach Chemnitz zurück

 

Am Ende waren auch die letzten Kritiker nicht nur besänftigt, sondern des Lobes voll: Die Deutschen Meisterschaften im Straßenradsport waren nicht nur wegen guter sportlicher Leistungen und durch die hervorragende Organisation ein Erfolg, sondern vor allem durch die Begeisterung der Chemnitzer und der Radsportfreunde der Region. Das war klassisches Marketing ohne Schnurriburri, und die offiziell vermeldeten 25.000 Zuschauer an der Strecke über die drei Renntage dürften eher noch konservativ geschätzt sein. Selbst an der Zeitfahrstrecke hatten Anwohner, so in Claußnitz, die Tische nach draußen gestellt, um die Arbeit der Spezialisten zu verfolgen.

 
 
Marcus Burghardt fährt in der letzten Runde mit großer Übersetzung auf der Abfahrt Adelsbergstraße, um zum späteren Zweiten Emanuel Buchmann aufzuschließen. Der Teamkollege verzichtete auf einen Sprint im Zielbereich vor der Polizeidirektion Hartmannstraße.
 
 

Viele Grundstücke am Anstieg Gornauer Straße waren durch die Eigentümer mit Wimpelketten und Installationen als Gruß an die Fahrer geschmückt worden. Und selbst nach dem Rennen feierte man weiter: Als am Samstagabend das Fraueneinzelrennen längst gelaufen war, saßen auf dem Plateau mit dem schönen Blick auf Chemnitz noch Gruppen, grillten und chillten in den Abend hinein. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, die beim Rennen der Männer-Elite zeitweise in einem Begleitfahrzeug mitfuhr, konnte sich von der herzlichen wie kompetenten Begeisterung der Chemnitzer persönlich überzeugen. Und im Start-Ziel-Areal an der Hartmannstraße gab es hundertfach mehr Treiben und Abwechslung als bei einem beliebigen Jahrmarkt an gleicher Stelle.

 
 
Rad-DM Organisationschef Roland Kaiser (Polizeisportverein Chemnitz; l.) und sein Organisationsleiter Thomas Lippold (Vorsitzender des RSV Chemnitz) hatten nach den erfolgreichen Meisterschaften gut Lachen.
 
 

Sportlich waren die Meisterschaften über jeden Zweifel erhaben. Das Zeitfahren durch das Chemnitztal - bei den Männern mit der Verlängerung bis Altmittweida - auf der klassischen Trainingsstrecke der Chemnitzer Rennradszene sollte eine sinnvoll Entscheidung sein, ebenso attraktiv gewählt wie die Rundstrecke durch Chemnitz. Dass die Sprinter im Feld am Ende das Nachsehen haben werden, schien den Experten vorher klar: Elfmal die Gornauer Straße im Tempo der Profis ist für diese Spezialisten dann doch zu oft.

(kr)

 
 
 
Überraschungsgast beim Zeitfahren: Die deutsche Radrennlegende Wolfgang Lötzsch schaute beim Zeitfahren am Freitag in Markersdorf bei Claußnitz vorbei. Fotos (3): Kreißig
 
 
 
 
 
 
 

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